Travel Diary: 8-tägiger Portugal Roadtrip

Oh Portugal, wie habe ich mich in dich verliebt. Eine Woche voller Sonnenschein, wunderschönen Stränden, Stadterkundungen und Oliven hast du uns geschenkt. Jeden Tag hast du uns etwas neues geboten, etwas spektakuläres, gänsehautsauslösendes. So oft standen wir da, völlig überwältigt von deiner Schönheit, deiner Vielseitigkeit und deiner Gastfreundlichkeit.

Porto, Portugal
Porto, Portugal
Porto, Portugal

Tag 1: Porto

Den ersten Tag auf unserer Reise haben wir im Norden von Portugal, dem schönen Porto, verbracht. Immer auf der Suche nach Sonnenstrahlen, Ausblick, Kaffee und Musik. Den schönsten Blick über die Stadt haben wir im Park „Garden of Morro“, einmal über die „Luís I Bridge“, genießen dürfen. Das leckerste vegane Buffet, köstliche frisch gepresste Säfte und guten Kaffee gab es bei Da Terra. Zufällig haben wir abends dann noch den „Parque das Virtudes“ entdeckt, laut den Einheimischen DER Platz zum Sonnenuntergang anschauen und ein Feierabendbier, bzw. in meinem Fall Cider, trinken. Ansonsten haben wir uns in Porto einfach treiben lassen à la „oh, schau mal, dahinten sieht es schön aus, lass uns mal da lang laufen“. Eine großartige Idee!

Parque das Virtudes, Porto, Portugal

Tag 2: Senhor da Pedra Beach, Aveiro & Costa Nova Beach

Warum genau haben wir angegeben, dass wir unser Auto vor 9 Uhr morgens am Flughafen abholen und warum (ja, WARUM?) habe ich meinen Thermobecher nochmal in Berlin gelassen? – so begann der 2. Tag unserer Reise also mitten auf einer Kreuzung in Porto, mit einer halb vollen Kaffeetasse in der einen, dem Handy mit google maps in der anderen Hand. Nachdem wir unser Auto pünktlich bei sixt in Empfang nehmen konnten und uns nach ein paar anfänglichen Anfeindungen dann doch noch mit unserem Navi angefreundet haben, hat unser Roadtrip mit bester Laune begonnen. Immer gen Süden, wie zwei Trüffelschweinchen auf der Jagd nach den schönsten Stränden, den besten Spots. Die erste Atlantikluft haben wir bei der „Capela do Senhor da Pedra“, einer kleinen Kapelle, umgeben von dem Meer, geschnuppert. Ein ganz besonderer Ort, gerade, wenn man morgens, bevor die Touristenströme kommen, dort ist. Nach einem Kaffee für 1.30 € mit schönstem Standausblick bei „Sinfonia Amarela“ ging es dann weiter nach Aveiro. Eine kleine Stadterkundung lohnt sich dort sehr, schließlich ist Aveiro auch als das portugiesische Venedig bekannt. Nachdem wir die Nachmittagssonne noch am wunder, wunderschönen Costa Nova Beach genossen haben, ging es noch flott zum Supermarkt und dann weiter Richtung Lissabon.

Porto, Portugal
Senhor da Pedra, Portugal
Aveiro, Portugal

Tag 3: Lissabon

Hello there, beautiful. So eine schöne Stadt, an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Sei es ein süßes Café, ein kleines Gässchen, ein Platz mit Ausblick über die ganze Stadt oder ein schön gekacheltes Haus. Wir haben in dem Stadtteil Alfama genächtigt und die Location war einfach perfekt. Sehr zentral und alles in walking distance. Morgens haben wir unseren Kaffee gerne in der Sonne auf dem Platz „Miradouro das Portas do Sol“ mit einem wunderschönen Ausblick über die Stadt genossen, ein paar Meter weiter diente der Platz „Miradouro de Santa Luzia“als Frühstücks/Picknick Spot für eingekaufte Köstlichkeiten. Auch eine Fahrt mit der Tram 23(b) einmal quer durch die Stadt kann ich euch für das ultimative Lissabonfeeling sehr ans Herz legen, ein schönes Erlebnis. Das „Einkaufsviertel“, der Platz „Terreiro do Paço“ und natürlich die „Ponte 25 de Abril“, die der Golden Gate Bridge auf dem ersten Blick zum Verwechseln ähnlich sieht, sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Und für die Sonnenuntergangsliebhaber unter euch, das Spektakel lässt sich ganz wunderbar vom Platz „Miradouro Sophia de Mello Breyner Andresen“ beobachten.

Miradouro de Santa Luzia, Portugal
Lissabon, Portugal
Miradouro das Portas do Sol, Portugal
Lissabon, Portugal
Miradouro Sophia de Mello Breyner Andresen, Portugal

Tag 4: Cascais, Cabo da Roca & Sintra

Auch, wenn wir locker noch einen weiteren Tag durch das wunderschöne Lissabon hätten schlendern können, wollten wir uns sowohl die Städtchen Cascais und Sintra, als auch den westlichsten Punkt Europas, Cabo da Rocha, nicht entgehen lassen. Also haben wir uns für 16 € ein 24h Bus und Bahn – Kombiticket am Bahnhof in Lissabon gekauft und uns in den Zug Richtung Cascais gesetzt. Das Auto haben wir auf dem Parkplatz in Lissabon stehen gelassen.  Cascais konnte mit einer süßen Altstadt und schönen Stränden echt Punkten, allerdings blieb uns nicht viel Zeit, da wir früh genug am Cabo da Roca ankommen wollten, um die angekündigten Menschenmassen zu vermeiden. Was den westlichsten Punkt Europas angeht, es war echt cool mal dort gewesen zu sein, umgehauen hat mich allerdings nur der Wind. Also ging es nach einer kleinen Entdeckungstour relativ bald weiter nach Sintra, eine Stadt mit gefühlt mehr Palästen und Herrenhäusern, als ganz normalen Wohnhäusern, gelegen am Fuß des Sintra-Gebirges. Entschieden haben wir uns am Ende für die Besichtigung des UNESCO Weltkulturerbe „Quinta da Regaleira“ und für ein ausgedehntes Schlendern durch die schöne Altstadt. Von Sintra haben wir abends dann völlig geschafft den Zug zurück nach Lissabon genommen und sind gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang angekommen.

Cabo da Roca, Portugal
Cabo da Roca, Portugal
Cabo da Roca, Portugal
Cascais, Portugal
Cascais, Portugal
Sintra, Portugal
Sintra, Portugal

Tag 5: Riberia Do Cavalo Beach

Ich zitiere meinen Instagram Post vom 19.03.: „Heute Morgen im sonnigen Lissabon gefrühstückt und nach 1.5 Stunden im Auto und einer abenteuerlichen Klettersession dann das Paradies auf Erden gefunden – darauf gab es dann erstmal ganz influential und millennial like ein Glas Oliven und ne Yogapose am Karibikstrand“, dem ist eigentlich nichts weiter hinzuzufügen, außer: tragt unbedingt festes Schuhwerk, wenn ihr zu dem kleinen, fast schon geheimen Strand runterklettert und folgt den blauen Punkten. Es lohnt sich, aber der Weg darunter ist echt nicht zu unterschätzen! Den Sonnenuntergang haben wir an diesem Tag vom Autobahnparkplatz irgendwo zwischen dem Karibikstrand und Portimão genossen, wo wir uns in ein kleines, süßes Airbnb für die letzten 3 Nächte eingebucht haben.

Riberia Do Cavalo Beach, Portugal
Riberia Do Cavalo Beach, Portugal

Tag 6: Praia da Rocha, Praia de Benagil (und Umgebung) & Albufeira

Wie so häufig auf diesem Roadtrip ging es früh morgens in den Lieblingssupermarkt und dann mit frisch gepresstem Organgensaft, Brötchen und Hummus im Gepäck zum Strand. Diesmal haben wir unser Frühstück und die morgendlichen Sonnenstrahlen am Praia da Rocha, nur ein paar Fahrminuten von Portimão, genossen. Nachdem wir noch ein Kaffee mit schönstem Meerausblick (was sonst?) getrunken haben, haben wir uns wieder ins Auto gesetzt und sind Richtung Praia de Benagil gefahren. Dieses Fleckchen von der Algarve ist besonders bekannt für seine „Höhlen“, die man u.a. mit einer Tour besichtigen kann. Wer jedoch, so wie wir, nicht ganz so heiß auf das typische Touriprogramm ist, kann aber auch ohne Tour viel Spaß haben und eine Menge entdecken. Das Auto auf dem Parkplatz abgestellt, ging es auch schon los, immer der Intuition folgen und die traumhaft schönen Strände erleben. Ganz besonders angetan hat es uns der „Praia da Marinha“. Den Tag wollten wir ursprünglich gemütlich in Albufeira ausklingen lassen, sind aber nach 30 min in der Stadt wieder Richtung Auto geflüchtet, da es einfach nicht auszuhalten war. Wir konnten uns keinen Meter in der Altstadt bewegen ohne von Kellnern angesprochen zu werden, ob wir nicht Hunger hätten und uns deren Menü anschauen würden. Ähm, nein danke. Also haben wir kurzen Prozess gemacht, Wein und etwas zum Kochen gekauft und haben den Abend netflix schauend im Bett verbracht.

Praia de Benagil, Portugal
Praia da Marinha, Portugal
Praia de Benagil, Portugal
Praia de Benagil, Portugal

Tag 7: Lagos (und Umgebung) & Praia da Bordeira

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Und so war es auch. Von Lagos hatten wir im Vorhinein schon sehr, sehr viel Positives gehört und ich konnte es kaum erwarten meinen Geburtstag dort zu verbringen. Bereits auf dem Weg vom Parkplatz zu dem von mir auserkorenen Geburtstagsfrühstückscafé „coffee & waves“ (sehr zu empfehlen übrigens!) sind wir aus dem Staunen kaum herausgekommen. Was für ein süßes, wunderschönes, entspanntes Surferstädtchen. Dem ausgiebigen Stadtbummel folgten dann ein paar Sonnenstunden an den traumhaft schönen Stränden nur wenige Laufminuten vom Stadtzentrum von Lagos entfernt. That is the place to be, ich sag es euch. Die letzten Stunden meines Geburtstags haben wir beim fast schon wüstenartigen Strand “Praia Da Bordeira” verbracht und dort den Sonnenuntergang über dem Meer beobachtet. Was für ein krönender Abschluss einer wundervollen Reise.

Lagos, Portugal
Lagos, Portugal
Lagos, Portugal
Lagos, Portugal
Lagos, Portugal
Lagos, Portugal

Tag 8: Faro

Nachdem wir morgens das Auto am Flughafen in Faro zurückgegeben haben und ich meiner Reisebegleitung schweren Herzens Tschüss gesagt habe, bin ich nochmal für ein paar Stunden alleine nach Faro gefahren, um die Stadt ein wenig zu erkunden bis mein Flug abends zurück nach Berlin ging. Ich habe unglaublich lecker im „Chelsea Coffee & Brunch“ gegessen, die Sonnenstrahlen aufgesogen, Postkarten geschrieben und habe die letzten Tage und Erlebnisse Revue passieren lassen. Was für ein rundum perfekter Roadtrip!

Faro, Portugal
Chelsea Coffee & Brunch, Faro, Portugal
Faro, Portugal

Auch, wenn dieser Blogpost bereits viel zu lang ist,

möchte ich euch diese Tipps nicht vorenthalten:

  • Bei der Supermarktkette „Pingo Doce“ gibt es die beste Auswahl und vor allem super leckeren frisch gepressten Orangensaft für wenig Geld. Ich habe mir anfangs dort eine Plastikflasche genommen und diese während der Reise immer wieder mit Orangensaft aufgefüllt.
  • Falls ihr die Möglichkeit habt, mietet euch für ein paar Tage ein Auto. Wir haben für die 6 Tage gerade mal 55 € bezahlt und waren dank Auto super, super flexible und auf keine öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen.
  • Falls ihr euch ein Auto gemietet habt, fahrt auf keinen Fall in die Altstadt von Lissabon rein. Glaubt mir, das wollt ihr nicht. Wir haben unser Auto unten am Hafen für 12€/24h auf einem überwachten Parkplatz abgestellt.
  • Falls ihr mit den öffentlichen Verkehrsmittel Portugal entdecken wollt: ich kann die App rome2rio sehr empfehlen für die Routenplanung.
  • Fliegt nicht absolut planlos nach Portugal. Es gibt dort so so so viel zu entdecken und es wäre doch schade etwas zu verpassen, nur weil man sich im Vorhinein nicht informiert hat was man gerne sehen möchte.
  • Tragt festes Schuhwerk. Immer. Selbst in Lissabon. Ich möchte ich mir nicht vorstellen, wie ich diese holprigen An- und Abstiege ohne meine Turnschuhe bewältigt hätte.
  • Ansonsten kann ich euch nur wärmstens empfehlen euch in den Flieger Richtung Portugal zu setzen. Euch treiben zu lassen. Dieses wunderschöne und vor allem preisgünstige Land in vollen Zügen zu genießen. Spaß zu haben und offen zu sein.
Praia Da Bordeira, Portugal


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