Top 10 Orte in Island, die man gesehen haben muss

Island hat unglaublich viel zu bieten – von majestätischen Gletschern, über gigantische Wasserfälle bis hin zu rauchenden Vulkanen. Dem war ich mir schon bewusst, als ich den 100. Ort auf meiner google maps – Karte während meiner Planung markiert und gespeichert habe (keine Übertreibung!). Wie sollten wir das nur alles in 12 Tagen schaffen? Unmöglich, aber so habe ich wenigstens einen Grund nochmal nach Island zu reisen. Es gibt jedoch so einige Plätze, die ihr während eurer Islandreise auf keinen Fall verpassen dürft.

Großer Geysir, Island
Großer Geysir, Island
  1. Gullfoss und der benachbarte „große Geysir“ – der Gullfoss war der erste Wasserfall auf unserer Reise und ich muss schon sagen, ich war ganz schön beeindruckt. Was mich aber noch mehr fasziniert hat, war der Geysir, der auf dem Weg zum Gullfoss gelegen ist. Alle 5-10 min  stößt die heiße Quelle Wasser als Fontäne mehrere Meter in die Luft. Insgesamt gibt es auf Island 26 aktive Geysire, aber der „große Geysir“ ist wohl der bekannteste – aus gutem Grund. Das aufregende ist auch, dass es wirklich jeden Moment so weit sein kann, dass der Geysir die Fontäne in die Luft schießt. Im Zweifel aber immer dann, wenn man gerade blinzelt oder seine Kamera nicht direkt einsatzbereit hat. Aber Achtung: wenn man nicht aufpasst und blöd steht, wird man klitschnass.  
Großer Geysir, Island
"Großer Geysir", Island
Gullfossl, Island
Gullfoss, Island

2. Seljalandsfoss – ja, was soll ich sagen? Selbst 6 Monate nach unserem „Seljalandsfoss-Erlebnis“ finde ich immer noch nicht die passenden Worte. Es war einfach einzigartig: hinter dem Wasserfall befindet sich nämlich eine Höhle und man kann einmal komplett hinter dem Wasserfall herlaufen. Auch, wenn man nass – oder in meinem Fall klitschnass – wird, ist es ein unbeschreibliches Erlebnis.  

Ich meine, wann läuft man schon mal hinter einem Wasserfall her? Das dürft ihr wirklich auf keinen Fall verpassen!! Und wenn ihr eh schon nass seid, könnt ihr euch auch gleich, so wie ich, direkt unter den Wasserfall stellen – YOLO und so 😀

Beim Parkplatz dort gibt es einen Kaffeestand, mit leckerem, heißem Kaffee zum Aufwärmen!

Seljalandsfoss, Island
Seljalandsfoss, Island
Seljalandsfoss, Island
Seljalandsfoss, Island
klitschnass, aber glücklich

3. Skógafoss – den Wasserfall ansich fand ich im Vergleich zu dem Gullfoss und Seljalandsfoss gar nicht mehr so spektakulär, allerdings hat man dort, wenn sich die Sonne blicken lässt, die einzigartige Möglichkeit unter oder sogar in einem Regenbogen zu stehen und ein bisschen zu tanzen. Ein unfassbar tolles Erlebnis! 

Schon allein beim Anblick des Fotos bekomme ich schon wieder Gänsehaut.

Aber Achtung: man wird eventuell ein ganz kleines bisschen nass, aber nur ein ganz, ganz kleines bisschen 🙂

Skogafoss, Island
Skogafoss, Island
Papageientaucher, Island

4. Vík und Umgebung – es lohnt sich auf jeden Fall hier ein paar Stunden Halt zu machen um die schwarzen Sandstrände zu genießen! Schwarzer Sand so weit das Auge reicht. Wenn man zwischen Mai und September in Island ist, kann man u.a. beim Felstor „Kap Dyrholaey“ zusätzlich noch die super süßen Papageientaucher beobachten.

P.S. Falls ihr mich gerade für dieses gelungene Foto beglückwünschen wolltet, muss ich euch leider enttäuschen. Das musste ich mir von Google klauen, weil meine Fotos alle verwackelt sind.  Schade! 

schwarzer Sandstrand, Vík
schwarzer Sandstrand, Island

5. Fjaðrárgljúfur – ich weiß nicht warum, aber diese Bilder lösen ganz besonderes Fernweh in mir aus. An diesem Ort habe ich mich einfach nur unendlich frei gefühlt – fast wie ein Vogel. Wenn ihr dort seid, wandert auf jeden Fall hoch und lauft bis zum Ende und bleibt nicht nur unten direkt am Wasser (da wo das 2. Foto aufgenommen wurde), auch, wenn es dort schon sehr, sehr schön ist! Glaubt mir, diese Aussicht wollt ihr auf keinen Fall verpassen!

Übrigens, als wir dort waren, hat ein Fotograf gerade Bilder von einem Hochzeitspaar gemacht. Was für eine traumhafte Location!! Ich hab stattdessen ein bisschen Yoga praktiziert – jedem das Seine 🙂

Yoga am Fjaðrárgljúfur, Island
Svínafellsjökull, Island

6. Fjallsárlón – die erste Gletscherluft hatten wir bereits am Vortag beim „Svínafellsjökull“ geschnuppert. Meine Emotionen sind erstmal komplett durchgedreht, weil ich es einfach nicht glauben konnte, dass wir gerade vor einem Gletscher stehen. Für mich war es der schönste Anblick überhaupt und ich konnte mir absolut nicht vorstellen, dass das noch irgendwie zu toppen geht.. aber doch, am nächsten Tag beim Fjallsárlón. WOW! Ewig saßen wir da und konnten uns einfach nicht satt sehen an den Eisschollen und diesem gigantischen Gletscher. 

7. Jökulsárlón und Diamond Beach – der schönste Gletscher kommt zum Schluss. Ich glaube, der Tag bei der Jökulsárlón Gletscherlagune und beim Diamond Beach war mein absoluter Lieblingstag der ganzen Reise. Ich denke, die Bilder sprechen für sich. Flo musste mich dann irgendwann fast zurück ins Auto zerren, weil ich schlichtweg nicht genug von dieser einzigartigen Schönheit bekommen konnte. In diesem Fall sind Diamanten sogar meine besten Freunde. 

P.S. so wunderschön wie dieses Plätzchen Erde auch sein mag, hier werden einem die Folgen des Klimawandels direkt vor Augen geführt – wirklich erschreckend! Man kann förmlich dabei zuschauen, wie der Gletscher schmilzt.

Djúpivogur, Ísland

8. Djúpivogur – um ehrlich zu sein, war ich im Allgemeinen etwas enttäuscht von den Dörfern und Städten in Island. Irgendwie habe ich sie mir schöner vorgestellt, aber vielleicht war ich auch einfach von der atemberaubenden Landschaft verwöhnt. Es gab jedoch ein kleines „Städtchen“, das mir echt sehr gut gefallen hat und was ihr auf keinen Fall verpassen solltet: Djúpivogur. 

Dort habe ich mir auch meinen Islandpulli gegönnt, der mich auf der weiteren Islandreise des öfteren vom Erfrieren gerettet hat 🙂

Djúpivogur, Island
Djúpivogur, Ísland
Djúpivogur, Ísland
Djúpivogur, Ísland

9. Námafjall – habt ihr schon mal Schwefel gerochen? Ich meine, so richtig? Nein? Ich vorher auch nicht. Glaubt mir, das war das heftigste, das meine Nase jemals wahrgenommen hat. Meine Augen haben getränt und ich wollte mich alle 2 Minuten wieder auf den Weg Richtung Auto machen, weil ich dachte, dass ich das mit dem Geruch einfach nicht packe – boah. Als ich mich dann aber irgendwann an den faulen Eier-Geruch hoch 10 „gewöhnt“ hatte (wahrscheinlich sind meine Riechzellen einfach nur alle abgestorben), bin ich aber völlig fasziniert von den Gegensätzen, die Islands Natur zu bieten hat, mit einem Schal um die Nase gebunden auf dem aktiven Vulkan herumgelaufen und hab ganz tourimäßig Fotos geschossen. Was für ein stinkendes, aber schönes Erlebnis! 

Last but not least – 10. Víti Kratersee. Nach dem mir die Riechzellen am Námafjall alle abgestorben sind, war ein Spaziergang entlang des Kratersees genau das Richtige. Es war Liebe auf den ersten Blick, was vielleicht aber auch ein ganz kleines bisschen mit der Herzform des Kratersees zu tun hatte. Ich empfehle euch sehr, einmal komplett den Krater entlang zu spazieren. Es war unbeschreiblich schön.

Für die Abenteuerlustigen unter euch: mit einem bisschen seitwärts rutschen und klettern kommt man bis ganz nach unten direkt zum See – traut euch! 🙂

Habt ihr einen Lieblingsplatz in Island? Teilt ihn gerne in den Kommentaren 🙂


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