Low Budget Reisen in Island: Tipps und Tricks um Geld zu sparen

Also ihr Lieben, ich hoffe ihr erwartet jetzt nicht das Unmögliche. Island ist und bleibt eines der teuersten Länder in ganz Europa, vielleicht auch weltweit. Macht ja auch irgendwie Sinn, wenn man bedenkt, dass fast alles importiert werden muss. Trotzdem habe ich ein paar Tipps für euch, wie ihr während eurer Islandreise eine Menge Geld sparen könnt. In diesem Blogpost erfahrt ihr alles zum Thema “low budget reisen in Island”. 

Die drei Hauptkostenpunkte während der Reise sind: Transportation, Unterkunft und Verpflegung. Die wunderschöne, vielseitige Natur Islands zu entdecken, ist kostenlos, solange man keine geführten Touren, Helikopterflüge etc. bucht. Eintritt für Nationalparks, wie ich das aus anderen Ländern kenne, mussten wir nie bezahlen. Auch nur selten war eine Parkgebühr für unser Auto fällig bei Islands Hauptattraktionen. Mautkosten oder ähnliches fallen in Island ebenfalls nicht an. 

Reykjavik, Island
Reykjavik, Island
Víti Kratersee, Island
Coffee O'Clock beim Viti Kratersee, Island
Reykjavik, Island
Reykjavik, Island
Akureyri, Island

Transportation

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Island zu bereisen. Wir haben uns für einen Roadtrip mit einem Kleinwagen (super geringer Benzinverbrauch) entschieden. Wenn ihr euren Mietwagen online reserviert, achtet unbedingt darauf, als Abhol- und Abgabestandort „Keflavik International Airport“ anzugeben, anstatt Reykjavik. So könnt ihr euren Trip direkt beginnen, seid nicht an den Busfahrplan gebunden und spart 20-30 Euro pro Person für ein Einzelticket nach Reykjavik. Es bietet sich auch an, frühzeitig ein Auto zu reservieren, da die Autos oft teurer werden, je länger man wartet. Zudem besteht die Gefahr, dass es schlichtweg keine bezahlbaren Kleinwagen mehr gibt für den Zeitraum. Es gibt auch die Möglichkeit Island mit einer Art „hop on, hop off“-Bus zu bereisen. Der Bus ist wahrscheinlich ein wenig günstiger, als sich ein Auto zu mieten, gerade, wenn man alleine unterwegs ist. Trotzdem muss man hier beachten, dass man seine ganzen Sachen herumtragen muss, wenn man aus dem Bus aussteigt. Das stelle ich mir sehr, sehr nervig vor, gerade, wenn man Campingausrüstung mit sich herumschleppt. Zudem kommt noch, dass man an Busfahrzeiten gebunden ist, was einen ganz schön in der Flexibilität einschränkt. 

Eine weitere, wirklich sehr kostengünstige Möglichkeit ist, Island mit dem Fahrrad zu entdecken. Wer fit genug ist und ein wenig Zeit mitbringt, warum nicht?

Outdoor-Zähneputzen

Unterkunft

Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, um sicherzugehen, dass ich euch hier keinen Quatsch erzähle und musste feststellen, dass Hostels/Hotels sogar noch teurer sind, als ich es in Erinnerung hatte. Ein Bett in einem ganz normalen, wahrscheinlich noch nicht mal wirklich schönen Hostel-Dorm kostet locker mal so um die 50-60 Euro die Nacht pro Person. Morgens in der Natur aufzuwachen mit Blick auf einen Gletscher oder Vulkan, kostet wiederum nur 7-15 Euro die Nacht pro Person oder mit der Camping Card sogar nur 150 Euro für 28 Nächte (hier kannst du mehr über die Camping Card erfahren). Was Wildcampen in Island angeht: es ist zwar generell legal, jedoch mit sehr vielen Einschränkungen verbunden. Falls ihr euch für das Wildcampen entscheidet, bitte bedenkt immer, dass ihr nur Gast in diesem wunderschönen Land seid. Und bitte, bitte, bitte zeigt der Natur euren allergrößten Respekt. Behaltet bei eurer Planung außerdem im Hinterkopf, das Campen nur in den Sommermonaten wirklich möglich ist. Viele Campingplätze haben während der Wintermonate (Ende September-Mai) auch gar nicht geöffnet.

Falls ihr euch ein paar Nächte in Reykjavik aufhaltet, könnte Couch Surfing auch eine Möglichkeit für euch sein?

Verpflegung

Wir hatten eine kleine “Küche” mit nach Island genommen. Sie bestand aus Alu-Topf, Alu-Pfanne, Campingkocher, Besteck, Teller, Tassen und Espressokocher (siehe Packliste). Auch, wenn unsere Ernährung etwas einseitig war, konnten wir uns komplett selbstversorgen und waren nicht auf teure Restaurant- und Cafébesuche angewiesen. Wenn man sich überlegt, dass ein Salat in einem ganz normalen Restaurant schon so um die 20 Euro kostet, bekommt man eine Vorstellung davon, wie viel Geld man auf diese Weise spart. In Reykjavik gibt es einen Supermarkt, der „Bonus“ heißt. Hier könnt ihr euch direkt vergleichsweise kostengünstig mit dem Wichtigsten eindecken bevor ihr euren Trip startet. Ansonsten kann ich euch den Supermarkt „Netto“ empfehlen, den es vermehrt in Island gibt. Eine Kühltruhe, um die Lebensmittel zu kühlen, hatten wir nicht an Bord. Das war aber auch gar nicht nötig, wenn man bedenkt, dass es selbst im Sommer in Island nur ca. 15 Grad Celsius ist. Und Leute, wenn ihr auch zu den bekennenden Kaffeefanatikern gehört und sich bei euch schon beim Gedanken an Instantkaffee alles zusammen zieht, bringt einen Espressokocher mit nach Island. Dieses kleine Ding hat so unendlich viel zu unserer Lebensqualität auf unserem Roadtrip beigetragen, das glaubt ihr gar nicht.



8 thoughts on “Low Budget Reisen in Island: Tipps und Tricks um Geld zu sparen”

  • Hallo,
    ein Artikel ganz nach meinem Geschmack und ich wollte eh nach Island. Wie ist das mit dem Couch-Surfing gemeint? Gibt es da eine Blogger WG oder ähnliches? Hast du einen Tipp für Unterkünfte im Winter?
    Danke, Mad 😉

    • Hallo Mad,
      es freut mich, dass dir mein Artikel gefällt 🙂
      Von einer Blogger WG in Reykjavik weiß ich leider nichts, aber es gibt bei couchsurfing.com so einige liebe Menschen, die einen kostenlosen Schlafplatz anbieten. Schau doch dort mal vorbei.
      Da wir den kompletten Trip gecampt haben, kann ich dir leider keine Unterkünfte empfehlen, es sei denn, du möchtest im Winter campen? 😛
      Hab auf jeden Fall einen tollen Island-Trip! Es ist ein wunderschönes Fleckchen Erde! 🙂

      Liebste Grüße,
      Pia

      P.S. bei weiteren Island-Fragen kannst du dich gerne an mich wenden!

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